23.07.19 30 Jahre „Rosa Winkel“ am Nollendorfplatz

30 Jahre „Rosa Winkel“ am Nollendorfplatz

23.07.19 30 Jahre „Rosa Winkel“ am Nollendorfplatz
Quelle: Facebook Page

Termin

23.07.19 von: 16:30 Uhr bis: 17:30 Uhr

Event Ort

Beschreibung

Am 24. Juni 1989 wurde am U-Bahnhof Nollendorfplatz, initiiert von der AHA-Berlin e.V. (Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft) sowie der Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e. V. - Berlin, eine Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen – damals das erste Gedenken an homosexuelle NS-Opfer im Öffentlichen Raum, enthüllt: eine dreieckige Tafel aus rotem Granit, in Erinnerung an den ‚Rosa Winkel‘, mit dem die Nationalsozialisten homosexuelle Männer in den KZs kennzeichneten.

Einen Monat nach dem eigentlichen Jubiläumstag, mitten in der Berliner Pride Week, am Die., 23.7.2019, von 16.30 bis 17.30 Uhr lädt die AHA Berlin e. V., initiiert und organisiert durch GabyTupper, zur Feier-, Mahn- und Gedenkstunde. Seit letztem Jahr sind die Urteile nach §175 aufgehoben, Opfer rehabilitiert und es werden Entschädigungen gezahlt. Das ist nur ein Grund zu feiern. Gerade in Zeiten des wieder lauter werdenden Rechtsradikalismus ist der Rosa Winkel Mahnung für Toleranz, Offenheit und Vielfalt, für Regenbogen-bunt gegen Braun-Blau! Und nicht nur den Opfern des Nationalsozialismus oder des Unrechtsparagraphen 175 gilt es zu gedenken, sondern allen queeren Menschen weltweit, die diskriminiert, verfolgt, gejagt werden.

Nach einem musikalischen Auftakt durch Gaby Tupper wird es neben dem Cathérine (Carsten) vom Vorstand der AHA kurze Reden geben von
- Thomas Beckmann (HuK - Homosexuelle und Kirche Berlin) als zweiter Mitinitiator des Mahnmals
- Georg Härpfer (BISS Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e.V.) zur Geschichte des Paragraphen 175 und zum aktuellen Stand der Opferentschädigungen
- Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler zur Bedeutung des „Regenbogenkiezes“ für den Bezirk
- Stefan Kuschner (Vorstandsmitglied CSD Berlin - Berlin Pride) und zusammen mit Matthias Köninger Komponist/Texter des diesjährigen deutschen CSD Songs „Your Voice", den er auch singen wird

Ebenfalls eingeladen sind die BVG, die nicht nur den Raum für das Mahnmal gibt sondern auch nach leider mehrfach erfolgter Beschmierung eine schnelle Reinigung veranlassten und die Reinigungskosten trägt.

Unterstützt und begleitet wird die Veranstaltung durch den Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz Berlin e. V., die einmal mehr die verinnerlichte Schuld tilgen und ominverselle Freude verbreiten, letzteres besonders durch Sammeln von Spenden zugunsten von BISS e. V.

Bitte verzichtet auf Blumengestecke, Kränze oder Sträuße! Stattdessen bitten wir um Überweisung von Spenden auf das Spendenkonto
BISS - Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e. V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE76 3702 0500 0001 4332 00
BIC: BFSWDE33XXX

hinzugefügt am: 13.07.19 16:46