Lady_fest Heidelberg in Heidelberg

Lady_fest Heidelberg

Kategorie: Gay Partys/Disco/Club

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Ort

Heidelberg

Kurz und knapp

Das Lady*fest Heidelberg findet dieses Jahr vom 30. Mai bis 03. Juni 2018 statt.

Beschreibung

Selbstverständnis Lady*fest Heidelberg 2016

Wir sind eine Gruppe queerfeministischer Aktivist*innen, die sich gegenseitig empowern und unterstützen, gerne gemeinsam das Patriachat abschaffen wollen und zur Verwirrung aller trotz des ganzen Feminismus‘ auch einfach mal Spaß haben!

All das machen wir am liebsten gleichzeitig und an einem Ort, daher organisieren wir seit 2013 jedes Jahr ein Lady*fest in Heidelberg.

Es gibt vieles was wir gar nicht leiden können, dazu gehören insbesondere Sexismus, Rassismus, Homo-, Trans*- und Interphobie sowie eigentlich jede Form der Diskriminierung aufgrund der Identität eines Menschen, sei sie selbst oder fremd definiert. Dafür lieben wir sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, freies Denken, Queerfeminismus, Vielfalt, Flausch und Glitzer.

Zu unserem Queerfeminismus gehören intersektionelle Ansätze zwingend dazu. Wir versuchen in unseren Auseinandersetzungen stets nicht nur weiße, heterosexuelle Cis-Frauen aus der Mittelschicht im Blick zu haben, sondern die Verschränkungen mit weiteren Differenzkategorien, wie zum Beispiel Behinderung, Herkunft, Körpernormen, Klasse und viele mehr, sichtbar zu machen.

Aus diesem Grund setzen wir uns mit vollem Einsatz für das Aufbrechen starrer gesellschaftlicher Denkmuster und des binären Geschlechtersystems ein. Heteronormatives Kategoriendenken finden wir ätzend, sowie alles was keinen Sinn ergibt und Menschen in Muster drängt, in die sich nicht reinpassen. Unser entschiedenes Motto: BE TENDER TO ALL GENDER!

Auf dem Lady*fest versuchen wir einen Raum zu schaffen, in dem das alles möglich ist. Wir wollen einen Raum für offene Auseinandersetzungen mit queerfeministischen Ideen und Konzepten. Wir wollen mit Spaß, Solidarität, Wissen und Kreativität diskutieren, neue Ideen finden, uns gegenseitig bestärken, tanzen, uns wohlfühlen und so viel von uns zeigen wie WIR wollen. Deswegen bemühen wir uns, allen Menschen durch Awareness* einen safer space zu bieten. Es sollen sich alle Besucher*innen frei und akzeptiert fühlen. Wer sich mit queerfeministischer Aktion, Theorie und Politik identifiziert oder erstmal mehr darüber wissen möchte, ist herzlich willkommen!

Das Lady*fest soll die Möglichkeit bieten, männlich dominierte Räume zurückzuerobern und zu besetzen – theoretisch und praktisch. Auf unseren Bühnen werden daher ausschließlich Vortragende, Bands, Künstler*innen und DJ*anes zu sehen sein, die durch patriarchale Strukturen ausgeschlossen werden. Unsere Bühnen gehören daher kreativen und intelligenten Frauen* sowie Personen, die sich im binären Geschlechterverständnis nicht wiederfinden.

Es werden keine kommerziellen Sponsor*innen angeworben, das Lady*fest ist eine unkommerzielle Veranstaltung, es geht nicht um Profit!



Es begann mit…

Das erste Lady*fest fand im Jahr 2000 in Olympia, USA statt. Daraus entwickelte sich ein weltweites loses Netzwerk, das unzählige weitere Lady*feste organisierte. Als Vorbild dient dabei unter anderem die riot grrls-Bewegung.

Wie…

Durch die Verwendung und Aneignung des Begriffes Lady* verändern wir das Alltagsverständnis von Lady – weg vom bürgerlich-konservativen, vornehm, zurückhaltenden und angepassten Verhalten, hin zu selbstbestimmten und selbstwussten, lauten und auffälligen Ladiez.

Durch unser neues Konzept von Lady* erfährt der Begriff eine Bedeutungsverschiebung, welche die alten Rollenmuster aufbricht. Durch die Persiflierung der Figur der Lady als Symbol und Sinnbild hegemonialer Geschlechterordnung wird das System der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit aufgezeigt und ins Wanken gebracht.

Weil…

Lady*feste sollen eine schlagkräftige Gegenkultur zum männlich dominierten Kultur- und Kunstbetrieb schaffen. Es wird die Möglichkeit geboten, ein männlich codiertes kulturelles Feld, wie etwa die Musikszene zu besetzen. Und die Frage nach Geschlechterhierarchien innerhalb der Musikkultur aufzuwerfen.

Theoretischer Background…

Ein wichtiger theoretischer Bezugspunkt ist für uns der Feminismus und die konstruktivistische Geschlechtertheorie. In diesem Sinne verstehen wir Lady*feste als ein Handlungskonzept, das mit kulturellen Inszenierungen und politischen Aktionen eine Gegenkultur zur männlichen Hegemonie schafft und die angebliche Natürlichkeit der Zweigeschlechtlichkeit auf der Seite der Konstruktion von Weiblichkeit angreift. Ziel ist es, die vermeintliche Normalität des heteronormativen Geschlechterverhältnisses in Frage zu stellen, die binäre Zweigeschlechtlichkeit zu kritisieren und vielfältige Lebensentwürfe zu ermöglichen.


…und es geht weiter in Heidelberg!

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