23.05.18 NS-Zwangsarbeit und Schwangerschaft

NS-Zwangsarbeit und Schwangerschaft

23.05.18 NS-Zwangsarbeit und Schwangerschaft
Quelle: Facebook Page

Termin

23.05.18 von: 20:00 Uhr bis: 22:00 Uhr

Event Ort

Kategorie: CSD/Begegnung/Beratung und Hilfe

Frauenkultur Leipzig

Beschreibung

NS-Zwangsarbeit und Schwangerschaft: Das Schicksal schwangerer Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder im Zweiten Weltkrieg mit lokalen Beispielen

Während des Zweiten Weltkrieges verschleppten die Nationalsozialisten Millionen Männer, Frauen und Kinder aus den besetzten Ländern und Gebieten zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich. Etwa ein Drittel der in Deutschland eingesetzten Zwangsarbeiter_innen waren Frauen und Mädchen. Neben schwerer Arbeit, unzureichender Ernährung, fehlender gesundheitlicher Versorgung und vielfachen Gewalterfahrungen gestaltete sich die Situation von schwangeren Zwangsarbeiterinnen besonders schwierig: Für die Nationalsozialisten zählte allein der ökonomische Nutzen. Eine Schwangerschaft bed...eutete Ausfall von Arbeitskraft und -zeit. Zudem stand die Geburt von Kindern durch Frauen aus vor allem Osteuropa im Widerspruch zur rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten.

Diese berief sich zum „Erhalt des Volkskörpers“ auf die „Familie als Keimzelle der Nation“ und stellte Schwangerschaftsabbrüche „deutscher erbgesunder“ Frauen unter schwere Strafe. Schwangere Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa wurden jedoch unter Berufung auf die „Verhütung rassisch minderwertigen Nachwuchses“ zu Abtreibungen gezwungen.

In diesem einführenden Vortrag möchten wir einen Einblick in die Entwicklung und Anwendung des §218 zu Zeiten des Nationalsozialismus und die besondere Situation von schwangeren Zwangsarbeiterinnen geben sowie den auf rassistischen Grundlagen beruhenden Umgang mit Schwangerschaft im NS-Staat thematisieren.

hinzugefügt am: 14.05.18 19:24