Queere Treffpunkte gibt es in Arequipa nur wenige, und sie liegen nicht in einem bestimmten Viertel. Viele lernen sich über Apps, im Freundeskreis oder bei Veranstaltungen der lokalen Gruppen kennen. Wer eine Bar oder einen Club sucht, landet fast immer bei denselben zwei Adressen.
Divos an der Avenida Dolores im Bezirk José Luis Bustamante y Rivero ist der Club der Stadt, der sich ausdrücklich an ein queeres Publikum richtet. Freitags und samstags wird dort bis in den Morgen getanzt, es gibt Dragshows und Gogo-Tänzer. Die Gäste sind unterschiedlich alt und kommen überwiegend aus Arequipa selbst. Der Club liegt außerhalb der Altstadt. Nachts fährt man am besten mit dem Taxi hin und zurück.
Déjà Vu in der Calle San Francisco im historischen Zentrum ist eine Cocktailbar mit kleiner Dachterrasse. Als Gay-Bar gilt sie nicht, sie wird aber von vielen Schwulen, Lesben und ihren Freundinnen und Freunden besucht, gerade unter der Woche, wenn die Clubs geschlossen haben. Man sitzt dort nach der Arbeit, trinkt Pisco Sour und kommt leicht ins Gespräch.
Queere Cafés oder ein Ausgehviertel in Selva Alegre, wie man es manchmal liest, lassen sich nicht belegen. Auch Imperio in der Calle Jerusalén, von älteren Reiseführern als wichtigster Club genannt, steht in aktuellen Verzeichnissen nicht mehr. Adressen kommen und gehen in Arequipa schnell. Vor dem Losgehen lohnt es sich, über Instagram bei den Clubs nachzufragen oder Leute vor Ort zu fragen, zum Beispiel an der Bar im Déjà Vu. Sichtbar wird die Community vor allem einmal im Jahr, wenn die Marcha del Orgullo vom Parque Mayta Cápac durch die Innenstadt zieht und Tausende mitlaufen.