Die queere Szene von Cádiz ist überschaubar und liegt fast vollständig in der Altstadt, die auf einer schmalen Halbinsel im Atlantik liegt. Alles ist zu Fuß erreichbar.
Der bekannteste Treffpunkt ist Pub Poniente an der Calle Beato Diego de Cádiz, eine Bar, die vor allem an den Wochenenden voll wird. Ebenfalls in der Altstadt, an der Calle Doctor Zurita, liegt Pub La Luna. Wie überall in Andalusien geht man spät aus, vor Mitternacht ist in beiden wenig los.
Weitere queere Bars, Cafés oder eine Gay-Sauna lassen sich in den gängigen Gay-Führern für Cádiz nicht belegen. Die meisten Bars und Restaurants der Stadt haben ein gemischtes Publikum. Cádiz gilt in Spanien als offene, entspannte Stadt, und der Karneval, bei dem Travestie seit Generationen dazugehört, prägt das Selbstverständnis der Stadt.
Anlaufstelle für die Community ist der Verein ARCADIA, der sich für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt und Beratung anbietet. Die Stadt selbst richtet im Juni die Pride aus, den „Orgullo de Cadi Cadi“, mit einer Demonstration vom Paseo Marítimo über den Campo del Sur bis zur Plaza de la Catedral und einer Woche voller Veranstaltungen.
Wer mehr Auswahl sucht, fährt nach Sevilla, rund anderthalb Autostunden nördlich. Die meisten Besucher kommen aber wegen der Strände, der Altstadt und des Essens nach Cádiz. Die queeren Pubs am Abend sind dann eine gute Ergänzung zum Tag.