Eine Adresse dominiert Dijons kleine queere Szene: Le Bossuet, einer der ältesten gemischt schwul-libertinen Saunaclubs Frankreichs. Auf drei Etagen und über 1.000 Quadratmetern bietet er Trockensauna, Hammam mit ätherischen Ölen, ein rund 4x10 Meter großes Becken, Whirlpool, Duschen, Kabinen sowie im Obergeschoss Tanzfläche, Lounges, Videoräume, Bar und Billardtisch. Alternativ gibt es die kleinere Sauna Le Relaxe.
Feste Gay-Bars oder -Cafés mit eigenem, durchgehendem Programm sind für Dijon nicht dokumentiert; die Szene trifft sich eher informell und punktuell bei Events, oft in Verbindung mit den umliegenden größeren Städten Lyon oder Besançon.
Dijon ist vor allem als Hauptstadt der Burgund-Region und für Senf und Wein bekannt, weniger als eigenständiges queeres Reiseziel. Wer die Szene der Stadt kennenlernen will, orientiert sich am besten an Le Bossuet als zentralem Treffpunkt und ergänzt den Besuch mit den kulturellen Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt.
Die Stadt ist mit dem TGV aus Paris in gut anderthalb Stunden erreichbar, was Dijon auch für einen Tagesausflug aus der Hauptstadt attraktiv macht. Innerhalb der Stadt sind alle genannten Adressen mit Tram oder zu Fuß gut zu erreichen. Wer aus Deutschland anreist, erreicht Dijon außerdem gut über die Autobahn von Basel oder Straßburg aus, was die Stadt zu einem machbaren Ziel für einen kurzen Zwischenstopp macht.