Gothenburgs queere Szene ist auf mehrere feste Bars verteilt, viele davon rund um die Innenstadt und das Vasastan-Viertel. Zu den bekannten Adressen zählen Gretas, eine der etabliertesten Gay-Bars der Stadt, sowie Club Milk und die Ruby Bar, beide mit regelmäßigem DJ-Programm und Drag-Auftritten. Der Haket Pub ergänzt das Angebot mit einer entspannteren, kneipigen Atmosphäre.
Eine dedizierte Gay-Sauna gibt es in Gothenburg nicht – anders als in Stockholm oder größeren europäischen Städten hat sich dafür bislang kein eigenständiger Markt entwickelt. Wer das sucht, muss nach Stockholm oder ins Ausland ausweichen.
RFSL, der schwedische Dachverband für sexuelle und geschlechtliche Gleichberechtigung, betreibt in Gothenburg eigene Treffpunkte und Beratungsangebote, die über das reine Nachtleben hinausgehen. Die Organisation ist seit Jahrzehnten aktiv und Teil der Infrastruktur, die West Pride jedes Jahr mitträgt.
Cafés mit queerer Klientel finden sich zusätzlich rund um Vasastan, meist ohne explizit queeres Etikett, aber mit entsprechend gemischtem Publikum. Die genannten Bars liegen alle gut zu Fuß oder mit der Straßenbahn erreichbar im Zentrum. Gothenburg gilt trotz seiner überschaubaren Zahl an festen Adressen als eine der offensten Städte Schwedens für queeres Leben, regelmäßig unter den bestplatzierten im Land – ein Ruf, der sich weniger aus der Zahl der Venues speist als aus der gesellschaftlichen Akzeptanz insgesamt.