Lima ist mit mehr als zehn Millionen Menschen im Großraum die größte Stadt Perus. Die queere Szene ist über mehrere Distrikte verteilt, für Besucher ist Miraflores an der Küste der wichtigste Ausgangspunkt. Dort liegen viele Bars, Clubs und Hotels, und dort lag auch ValeTodo Downtown an der Calle Los Pinos, über Jahre einer der bekanntesten queeren Clubs der Stadt. Nach einer Schließung in der Pandemie wurde er wiedereröffnet; den aktuellen Stand prüft man am besten vor dem Besuch.
Viele Orte der Szene wechseln schnell, und Partys werden oft kurzfristig über soziale Netzwerke angekündigt. Aktuelle Tipps bekommt man am zuverlässigsten vor Ort.
Die älteste queere Organisation des Landes ist das Movimiento Homosexual de Lima, kurz MHOL. Es wurde in den frühen Achtzigerjahren gegründet und hat den Aktivismus in Peru über Jahrzehnte geprägt. Der größte queere Termin des Jahres ist die Marcha del Orgullo Ende Juni, zu der zuletzt mehr als fünfzigtausend Menschen kamen. Die Route wechselt, zuletzt führte sie vom Campo de Marte in Jesús María über große Avenidas und wieder zurück.
Peru erkennt gleichgeschlechtliche Paare rechtlich nicht an, und die Gesellschaft ist stark katholisch geprägt. In Miraflores und im benachbarten Barranco ist die Stimmung in der Regel entspannt. Nachts sollte man Taxis über eine App bestellen und Wertsachen im Hotel lassen, wie überall in der Stadt.