Sarasota hat eine kleine queere Infrastruktur. Eine Gay-Meile oder ein ausgewiesenes Szeneviertel gibt es nicht, und die üblichen Gay-Führer verzeichnen für die Stadt keinen eigenen Gay-Club. Was es gibt, ist eine Handvoll fester Anlaufpunkte und eine gut organisierte Vereinsarbeit.
Der bekannteste Treffpunkt ist der Purple Rhino an der South Beneva Road im Süden der Stadt. Die Bar wird als gemeinnütziger Verein von Freiwilligen geführt. Mit dem Getränkeverkauf werden queere Projekte in der Region unterstützt. Der Purple Rhino ist offiziell ein Mitgliederclub, Besucher sollten sich also vorher nach den Einlassbedingungen erkundigen.
Im Nachbarort Venice, südlich von Sarasota, liegt das Qmunity. Die Inhaberin Gina M. Garcia betont, dass es ein Restaurant ist und keine Bar. Es soll queeren Menschen und allen anderen einen Ort zum Essen und Zusammensitzen bieten, die Küche orientiert sich an Gerichten aus aller Welt.
Für Organisation und Vernetzung ist Project Pride SRQ zuständig. Der gemeinnützige Verein richtet jedes Jahr im Oktober das Gulfcoast Pride Festival im Rosemary District aus und ist auch sonst die erste Adresse, wenn man in Sarasota und Bradenton queere Gruppen, Veranstaltungen oder Ehrenamt sucht.
Saunen oder Bathhouses für Männer sind in Sarasota nicht belegt. Wer mehr Auswahl an Bars und Clubs möchte, findet sie in Tampa, etwa im Ausgehviertel Ybor City mit dem LGBTQ+-Club Bradley’s on 7th an der East 7th Avenue.