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Über die LGBT-Szene in Angermünde
In Angermünde gibt es keine queeren Bars, Cafés, Clubs oder Saunen. Die Kleinstadt im Landkreis Uckermark hat rund vierzehntausend Einwohnerinnen und Einwohner, und eine eigene Szene mit festen Treffpunkten hat sich hier nicht gebildet. Wer eine Gay-Bar oder eine Sauna mit queerem Publikum sucht, muss in größere Städte fahren.
Sichtbar wird queeres Leben in Angermünde vor allem beim Christopher Street Day. Die Stadt hat einen eigenen CSD, der als Demonstration durch die Straßen zieht und schon die CSD-Saison in Brandenburg eröffnet hat. Die Veranstalter sehen darin ein Zeichen, dass Pride nicht nur in Metropolen stattfindet. Wer Kontakt zu queeren Menschen in der Region sucht, wendet sich am besten über die Kanäle der CSD-Organisation in den sozialen Medien an sie. Dort werden der Termin und weitere Treffen angekündigt.
Angermünde gehört zu einer Reihe von Kleinstädten in Brandenburg, die einen eigenen CSD haben, darunter auch Eberswalde, Ludwigsfelde und Neuruppin. Das zeigt, dass queere Menschen auch abseits der großen Städte zusammenfinden und sich organisieren, wenn auch ohne feste Lokale.
Praktisch für Besuche in der Umgebung ist die Lage. Der Bahnhof Angermünde zählt zu den wichtigsten Verkehrsknoten im Nordosten Brandenburgs, mit Strecken Richtung Stralsund und Schwedt. So lassen sich Ausflüge in größere Städte mit queeren Angeboten gut planen.
Wer nach Angermünde kommt, findet vor allem eine ruhige Stadt mit Altstadt, Marktplatz und Seen am Stadtrand, eingebettet in die Landschaft der Uckermark. Für queere Reisende ist sie eher ein Ziel für Natur und Erholung als für Nachtleben, und am CSD-Tag ein Ort, an dem man die kleine Community der Region erleben kann.