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Über die LGBT-Szene in Schwerin
Schwerin ist die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands, und entsprechend überschaubar ist die queere Infrastruktur. Eine feste Szene mit mehreren Bars, Clubs oder einer Sauna gibt es nicht. Der wichtigste Ort für queere Menschen in der Stadt ist der Klub Einblick in der Lübecker Straße 43 in der Paulsstadt, nicht weit vom Hauptbahnhof.
Der Klub Einblick ist das queere Kommunikations- und Beratungszentrum der Landeshauptstadt und besteht seit mehr als drei Jahrzehnten; entstanden ist er noch in der Zeit der Wende. Der Verein arbeitet ehrenamtlich und bietet telefonische und persönliche Beratung zu Coming-out, sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und Gesundheit an. Zugleich ist er Treffpunkt: Jeden Freitagabend öffnet das Freitagscafé, ein gemütlich eingerichteter Raum mit Sitz- und Kaminecke, in dem man ohne Anlass vorbeischauen kann. Dazu kommen Filmabende, gemeinsame Essen und eine Selbsthilfegruppe für trans* Personen, die sich regelmäßig in den Räumen trifft.
Über das Jahr verteilt ist der Verein auch in der Stadt sichtbar, etwa bei Aktionen auf dem Marktplatz zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie oder bei Festen für Demokratie und Vielfalt. Gelegentlich organisiert er Partys in wechselnden Clubs der Stadt. Den Höhepunkt des Jahres bildet der Christopher Street Day im Sommer mit Demonstration, Straßenfest und einem mehrtägigen Kulturprogramm, bei dem der Klub Einblick ein fester Programmort ist.
Der Klub Einblick ist im landesweiten Netzwerk LSVD Queer MV vertreten, das Vereine und Gruppen in ganz Mecklenburg-Vorpommern verbindet. Wer in Schwerin zu Besuch ist und Anschluss sucht, ist mit dem Freitagscafé gut beraten: Dort erfährt man am schnellsten, was in der Stadt und in der Region gerade geplant ist.
Zufällige Angebote in Schwerin
Vereine, Kultur, Shops und Restaurants – bei jedem Besuch eine andere Auswahl.