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Über die LGBT-Szene in Erfurt
Erfurt ist die Landeshauptstadt Thüringens und mit gut zweihunderttausend Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die queere Szene ist überschaubar, aber gut vernetzt. Wer sie kennenlernen möchte, findet die wichtigsten Adressen fast alle in der Altstadt, viele davon entlang der Johannesstraße.
Der zentrale Anlaufpunkt ist das Queere Zentrum Erfurt in der Johannesstraße 52, Eingang Waldenstraße. Es wurde vor einigen Jahren eröffnet und ist nach eigenen Angaben das einzige queere Zentrum Thüringens. Die Arbeit ruht auf drei Säulen: Begegnung, Beratung und Bildung. Ehrenamtliche organisieren Treffen, Spieleabende, ein Sozialcafé, Selbsthilfegruppen, Angebote für Jugendliche und eine queere Bibliothek. Die psychosoziale Beratung steht queeren Menschen jeden Alters offen, ebenso Angehörigen und Freundinnen und Freunden. Außerdem bietet das Zentrum Workshops zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Schulklassen und Fachkräfte in ganz Thüringen an.
In derselben Straße liegt das Klubhaus Kickerkeller in der Johannesstraße 156. Der Club mit Bar und eigener Brauerei ist kein reiner Szeneort, beherbergt aber regelmäßig queere Partyreihen und Drag-Abende.
Höhepunkt des Jahres ist der CSD Erfurt, den der Erfurt Pride e.V. organisiert. Demonstration und Straßenfest finden auf und um den Domplatz statt, mit Bühnenprogramm, Drag-Shows und Ständen queerer Vereine.
Eine schwule Bar mit täglichem Betrieb oder eine Gay-Sauna hat Erfurt nicht. Wer mehr Auswahl sucht, findet in Jena und Weimar weitere queere Partys und Treffpunkte. Wer Erfurt besucht, verbindet einen Abend in der Szene leicht mit einem Rundgang durch die mittelalterliche Altstadt.
Zufällige Angebote in Erfurt
Vereine, Kultur, Shops und Restaurants – bei jedem Besuch eine andere Auswahl.