Die Gedenksäule für Menschen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind, steht ruhig auf dem Lichhof in der Kölner Altstadt, neben der historischen Kirche St. Maria im Kapitol. Dieser versteckte Platz, umgeben von alten Torbögen und engen Gassen, schafft eine Atmosphäre der Besinnlichkeit fernab des Trubels. Die aus roh behauenem Stein gefertigte Stele trägt eine poetische Inschrift in Form eines Haikus der Dichterin Gitta Benasseni: „Auch das Feuer seht, nicht nur das fallende Laub, wenn der Sommer geht.“ Sie erinnert an die Opfer und mahnt zur Achtsamkeit vor Diskriminierung und Vergessen.
Als kulturelles Denkmal bietet die Säule keinen klassischen 'Angebot', sondern einen Ort der Reflexion und des Gedenkens. Gelegentlich finden hier Veranstaltungen statt, wie Kranzniederlegungen oder Feiern im Kontext von Christopher Street Day oder Welt-AIDS-Tag. Besucher können die Inschrift in verschiedenen Sprachen lesen und die Symbolik des Steins spüren, der für Verlust, Hoffnung und kollektives Erinnern steht. Der Lichhof mit seiner Trauerskulptur ergänzt die Stätte zu einem Ensemble der Stille und des Nachdenkens, ideal für alle, die Geschichte und Menschlichkeit erleben möchten.
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