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Über die LGBT-Szene in Pinneberg
Pinneberg ist eine Kreisstadt am nordwestlichen Rand von Hamburg. Eine eigene queere Szene mit Bars, Cafés oder Saunen gibt es hier nicht, und die gängigen Szeneführer listen für die Stadt keine Adressen. Queeres Leben zeigt sich in Pinneberg vor allem über Engagement und Beratung, während Treffpunkte und Ausgehmöglichkeiten im benachbarten Hamburg liegen.
Sichtbarster Anlaufpunkt vor Ort ist der CSD Pinneberg, den der LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt Schleswig-Holstein ausrichtet. Er findet im Juni auf dem Drosteiplatz statt, mit Demonstration durch die Innenstadt, Bühnenprogramm und Infoständen von Vereinen und Initiativen. Der Landesverband ist auch das ganze Jahr über ansprechbar, etwa per Kontaktformular auf der Website des CSD.
Für Fragen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen ist der Fachdienst Gesundheit des Kreises Pinneberg zuständig. Er bietet AIDS-Beratung und Beratung zu sexuell übertragbaren Erkrankungen an, die Stelle sitzt in Elmshorn.
Die nächste große Anlaufstelle ist das Magnus-Hirschfeld-Centrum in Hamburg. Dort gibt es Schwulenberatung, eine LesBiQueere Beratung, Trans*beratung sowie Jugend- und Elternarbeit, dazu Rechtsberatung und Angebote für geflüchtete queere Menschen. Außerdem treffen sich im Zentrum Jugendgruppen, Selbsthilfe- und Freizeitgruppen, und mit einer Bar und einem Bistro ist es zugleich ein Ort, an dem man einfach vorbeikommen kann.
Wer Bars, Cafés, Clubs oder Saunen sucht, findet sie in Hamburg, vor allem im Stadtteil St. Georg, der als schwules Viertel der Stadt gilt. Für Menschen aus Pinneberg ist Hamburg damit die naheliegende Wahl, wenn es um Szeneleben geht, während der CSD und die Beratungsangebote im Kreis den Bezug vor Ort herstellen.