PrEP in Deutschland: Zugang und Kosten

Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist ein hochwirksamer Schutz vor HIV. In Deutschland ist PrEP seit 2019 eine Kassenleistung – hier erfährst du, wie du sie bekommst.

Was ist PrEP?

PrEP ist ein Medikament (meist Emtricitabin/Tenofovir), das bei regelmäßiger Einnahme eine HIV-Infektion zu über 99% verhindert. Es schützt nicht vor anderen STIs.

Wer bekommt PrEP auf Rezept?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für Personen mit erhöhtem HIV-Risiko, darunter:

  • Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)
  • Trans*Personen mit entsprechendem Risikoverhalten
  • Partner*innen von HIV-positiven Personen ohne Viruslast-Suppression

So bekommst du PrEP

  1. Suche eine PrEP-Schwerpunktpraxis oder HIV-Ambulanz auf
  2. Lass dich beraten und auf HIV und andere STIs testen
  3. Bei Eignung erhältst du ein Rezept
  4. Regelmäßige Kontrollen alle 3 Monate sind Pflicht
Tipp: Eine Liste von PrEP-verschreibenden Ärzten findest du auf der Website der Deutschen Aidshilfe.

Kosten

Mit Kassenrezept fallen nur die üblichen Zuzahlungen an (ca. 10€ pro Quartal). Ohne Kassenrezept kosten Generika etwa 40-70€ pro Monat.