Deutschland hat eine reiche – wenn auch oft tragische – schwule Geschichte. Diese Orte erzählen davon.
Berlin
- Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen: Tiergarten, nahe Holocaust-Mahnmal. Ein schlichter Betonquader erinnert an die Opfer.
- Schwules Museum: Weltweit größtes Museum für LGBTQ+-Geschichte und Kultur
- Nollendorfplatz: Hier hing bis 1933 eine rosa Winkel-Gedenktafel. Heute Zentrum des schwulen Schöneberg
- Eldorado: Legendäres Transvestitenlokal der 1920er Jahre (heute nicht mehr existent)
Köln
- NS-Dokumentationszentrum: Dokumentiert auch die Verfolgung Homosexueller
- Stolpersteine: Gedenken an homosexuelle Opfer in vielen Stadtteilen
München
- Gedenktafel am Oberanger: Erinnert an das erste deutsche Homosexuellen-Lokal
- Forum Queeres Archiv: Sammlung zur LGBTQ+-Geschichte Münchens
Frankfurt
- Klaus-Mann-Platz: Benannt nach dem schwulen Schriftsteller
- Angel of Peace: AIDS-Gedenkstein im Günthersburgpark
Historischer Kontext
Der §175 kriminalisierte Homosexualität von 1871 bis 1994. Tausende wurden verurteilt, im NS-Regime in KZs deportiert. Erst 2017 wurden die Opfer rehabilitiert.
Zum Nachdenken: Diese Orte erinnern uns daran, wie erkämpft unsere heutigen Freiheiten sind – und wie wichtig es ist, sie zu verteidigen.